Stoneman Revival

Bereits im Jahr 2013 wurde der Stoneman Trail erstmals unter die Stollen genommen. Schwer beeindruckt von der Landschaft stand eine Wiederholung ganz oben auf der Agenda. Trailabfahrten gibt es sicherlich schwerere und interessantere aber die Kombination aus beeindruckenden Bergen und Höhe (zwischen 2200 – 2600m), verpackt in einer optionalen Mehrtagestour findet man nur schwer.

Also packten wir Alpentrail’er einen „Neuling“ ins Gepäck und kurvten ins beschauliche Toblach. Geplant wurde in gemütlichen 2 1/2 Tagen die Runde bis Padola und wieder retour. Tag eins brachte viel Sonnenschein, knapp an die 30° Grad Hitze und rund 1450 HM. Sollte eigentlich recht zügig von statten gehen. Da Norbert sich seine Kräfte für den zweiten Tag (1850 HM) einteilen musste, gingen wir die Auffahrt auf den Marchkinkele recht gemütlich an. Oben angekommen begrüßte uns mehr Schnee als gedacht und auch der Wind frischte die auf. Die recht einfach zu fahrenden Trails nach Winnebach und die Weiterfahrt nach Sillian flogen an uns vorbei. Über motivierte „Stoanhupfer“ von Manni ließen zwar (wieder einmal) den Schlauch platzen aber routiniert wie eh und je war dieses Malheur schnell behoben.

Über Nacht entschied Norbert dann doch den Lift auf den „Helm“ zu nehmen, während Manni und ich uns die 1300 HM über den sehr steilen Weg zur Sillianer Hütte hinauf plagten. Die Hitze im unteren Teil und Magenprobleme setzten mir dann doch ganz schön zu. Manni fuhr und schob in gewohnter Lockerheit Höhenmeter um Höhenmeter bis zur schön gelegenen Hütte. Nach einer halben Stunde Pause (die mir sehr gelegen kam) schwirrte plötzlich eine SMS rein. „Er sitze gerade auf der Hütte und wartet auf uns!“ war die Nachricht. Nach einigen hin und her dann die Auflösung. Norbert war auf der falschen Hütte. Irgendwann fanden wir dann unseren „verlorenen Sohn“ und schwangen uns freudestrahlend auf unsere Bikes. Doch das Glück wehrte nicht lange, dauerte es keine 50 HM um im knietiefen Schnee tragend und schiebend den Trail hinter uns zu bringen. Upps das habe ich mir anders vorgestellt! Auf 2500 Meter über den Meer lag auf nord-seitigen Passagen doch noch einiges von dem weißen Zeugs rum. Fast schon wollten wir die Etappe abkürzen, doch der Ausblick auf die gigantische Dolomiten Kulisse und die wieder schneefreier werdenden Trails hielt uns davon ab. Gott sei Dank, den die darauffolgenden Kilometer im stetigen auf und ab waren wahrlich ein Leckerbissen. Apropos: einen solchen gönnten wir uns natürlich auch in der Pizzeria in Padola! Magenprobleme hin oder her, aber eine Pizza hat noch niemanden geschadet (oder so ähnlich). Vor allem nicht wenn man mit Wein runterspült….

Tag 3 war zum ausrollen! Die knapp 900 HM von Padola zur Rotwandwiese gestalteten sich einmal mehr als gemütliche Halbtagestour. Meine vermutete Trailvariante entpuppte sich zwar als Reinfall und musste wieder zurück geschoben werden, tat aber dieser Panorama Etappe keinen Abbruch. Pünktlich zur Mittagszeit rollten wir am Bahnhof in Toblach ein. Kräftig gestärkt mit Erinnerungen, Nudeln und Radler traten wir die Heimreise an.

Und wieder zeigte sich diese Panoramarunde von der schönsten Seite. Auch wenn Ende Mai vielleicht für 2600 Meter über den Meer doch recht früh ist, gab es der Runde die richtige Würze.